Fragen-Postkarte

Wir haben Sie aufgefordert, uns Ihre Frage zur Neuen Musik zu schicken. Alle eingeschickten Fragen kommen in eine Lostrommel und am 11.05. um 18:30 Uhr findet dann eine Fragen-Tombola statt. Die gezogenen Fragen werden auf dem Podium diskutiert.

Hier können Sie jetzt schon diskutieren!

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Fragen-Postkarte

Wir haben Sie aufgefordert, uns Ihre Frage zur Neuen Musik zu schicken. Alle eingeschickten Fragen kommen in eine Lostrommel und am 11.05. um 18:30 Uhr findet dann eine Fragen-Tombola statt. Die gezogenen Fragen werden auf dem Podium diskutiert.

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Staffellauf

MusikerInnen, KomponistInnen und PerformerInnen stellen sich auf Facebook gegenseitig Fragen zur Neuen Musik.

Frage 9 von Sylvia Zytynska (gare des enfants) an Christian Zehnder (Sänger):

Du bist ein wirklicher Grenzgänger zwischen den Musikstilen. Wo ist dein Zuhause? Erzähl ein bisschen davon!

Staffellauf

MusikerInnen, KomponistInnen und PerformerInnen stellen sich auf Facebook gegenseitig Fragen zur Neuen Musik.

8. Frage von Fritz Hauser (Schlagzeuger) an Sylvia Zytynska (gare des enfants):

Was ist eigentlich Timing und was hat es in der Neuen Musik verloren?

Neue Musik ist kein Stil, Neue Musik hat unzählige Stile und in diesen Stilen gibt es unzählige Möglichkeiten des Verständnisses für Timing. Vielleicht kann ich nur mit zwei Extremen antworten. Das eine ist für mich Timing in der ganz komplexen auskomponierten Musik, wo die Rhythmik sehr ausgeschrieben ist und extrem genau gespielt werden muss und da versteht sich Timing als Präzision dieser Musik. Auf der anderen Seite gibt es schwingende Musik, die einen Puls hat und dieser Puls ist sehr körperlich. Da versteht sich Timing durch dieses Schwingen und diese Körperlichkeit und ich denke, die Mischung von den beiden Extremen gibt es in unzähligen Variationen und von Mal zu Mal und von einem Stück zu einem anderen und einem Moment zu einem anderen versteht sich das eben immer anders.

Staffellauf

MusikerInnen, KomponistInnen und PerformerInnen stellen sich auf Facebook gegenseitig Fragen zur Neuen Musik.

7. Frage von Ursina Greuel (Regisseurin) an Fritz Hauser (Schlagzeuger):

Wann ist ein Geräusch Musik, wann ist Musik Geräusch, wann ist Geräusch Geräusch und wann ist Musik Musik?

Fritz Hauser: Liebe Ursina, Aaah, ganz grundsätzliche Fragen zum Jahresabschluss! Die Qualität von Sinneseindrücken – sowohl visuell und akustisch, als auch geschmacklich, riechend, tastend – ist immer subjektiv, von Erfahrungen geprägt. Das Verständnis von Musik hat sich in den letzten 100 Jahren über die traditionelle Klang-, Rhythmus- und Tonproduktion hinaus auch für Geräusche, Dissonanzen und andere akustische Phänomene geöffnet. Noch nicht bei allen BewohnerInnen dieses Planeten ist diese Erkenntnis angekommen, aber es geht voran! Ich glaube fest daran, dass wir alle fähig sind, jedes Geräusch im richtigen Moment (und im passenden Zusammenhang) auch als Musik zu hören. Dass Musik zum Geräusch wird, ist leider nur allzu oft der Fall. Vor allem wird sie zum Hintergrundgeräusch bei allerlei Aktivitäten wie Restaurantbesuch, Einkaufen etc. Ein Affront all denen gegenüber, die verstanden haben, dass es ein Element gibt, das uns allen die Augen, Ohren und die Seele öffnet: Stille! Was nun die Klassifizierung von Geräusch als Geräusch und von Musik als Musik angeht, wird es noch persönlicher. Ich würde mich keinesfalls auf eine Beurteilung kaprizieren, die Geschmäcker sind zu verschieden. Zum Schluss ein Beispiel zur Geräuschempfindung aus meiner persönlichen Erfahrung: Ich wurde als Kind am Sonntagmorgen oft von lauten Geräuschen aus dem naheliegenden Schiessstand geweckt. Die Reaktion war: Schiessen = Sonntag = schulfrei = Glück! Eine kühne Konstruktion, nur aus meinem beschützten Schweizer Bubendasein erklärbar. In diesem Sinne wünsche ich ein friedliches 2017! fritz